Einladung zur Ausstellung
im Zentrum für Zirkuläre Kunst
vom 14. August bis 13. September
Noch vor wenigen Jahren stand diese Villa in der Lübzer Innenstadt leer.
Heute ist es ein Ort der Begegnung:
Kinder entdecken hier ihre Kreativität, Künstlerinnen und Künstler arbeiten im Austausch mit der Region.
Ehrenamtliche schaffen einen Raum, der Menschen zusammenbringt.
Nun steht das Kunsthaus Lübz vor einem besonderen Schritt: Vom 14. August bis 13. September 2026 wird es Gastgeber einer internationalen Ausstellung. Acht Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Polen, Slowenien, Norwegen, Österreich und der Schweiz zeigen hier ihre Werke – und treten dabei mit den Menschen vor Ort in den Dialog.
Die Künstler
Wann und Wo
Verena Scholz und
Claudia Maria Ammann
Video-Installation Licht und Stein
Claudia Maria Ammann, in der Schweiz aufgewachsen, lebt nach Jahren im Ausland heute in der Nähe von Lübz. Sie arbeitet mit Urgestein in großen Formaten. In Steinbearbeitungsprojekten lädt sie Menschen dazu ein, ihre Lebensräume aktiv wahrzunehmen und Erfahrungen kreativ mit anderen zu teilen. Ihre Platzgestaltung im Zentrum der Lübzer Altstadt verbindet zentrale Aspekte ihrer Arbeit: die skulpturale Erschließung eines konkreten mathematischen Raumes, der Kindern selbstentdeckendes Lernen ermöglicht, sowie die Gestaltung eines öffentlichen Ortes, der zum Verweilen und zum Gespräch einlädt. Seit 2016 entwickelt sie gemeinsam mit Verena Scholz das Projekt
„Licht und Stein“. Zum Projekt für diese Ausstellung schreibt sie: „Meine Wahrnehmung von Findlingen hat sich gewandelt. Steine, die allein durch ihren Weg aus Skandinavien geformt wurden, gewinnen durch meine Auswahl und unseren Blick auf sie eine ähnliche ästhetische und inhaltliche Präsenz wie die Spuren künstlerischer Bearbeitung.“ Claudia Maria Ammann wird während er Ausstellungsdauer einen Workshop anbieten.
Verena Scholz, in Deutschland aufgewachsen, lebt in Norwegen. Sie arbeitet vor allem mit Videokunst in Form von Screening-Rauminstallationen und Outdoor-Videoprojektionen. Unter dem Titel «Lichtblick» experimentiert Scholz seit mehreren Jahren während der langen norwegischen Dunkelzeit mit Projektionen von Lichtzeichnungen in der Natur. «Lichtblick» versteht sich als nonverbales Gespräch mit dem Wasser, den Bäumen, dem Gras, den Felsen und den Menschen, die es sehen. Im Verlauf der Ausstellung wird Scholz in einer dunklen Stunde in der Umgebung des Kunsthauses ein Screening-Happening für das Publikum gestalten. Neben ihrer individuellen Arbeit als Künstlerin arbeitet Scholz seit 2016 mit der Steinbildhauerin Claudia Ammann in Form von Licht-Steinskulptur-Installationen zusammen. Im gemeinsamen Arbeiten der beiden Künstlerinnen geht es nicht nur um das Ausloten ihrer Materialien im Aufeinandertreffen, sondern auch um ein Lebensgefühl zwischen digitaler, immaterieller, metaphysischer Welt und konkreter Umgebung – um den Versuch, den «Zeitgeist» im Werk erfahrbar zu machen.
Ausgestellte Werke
Magda Jarzabek
Druckgrafik, Malerei, Objekte, Kurzfilm
Aufgewachsen in Polen, wohnhaft in Deutschland. Vor der künstlerischen Ausbildung hat sie ein Architekturstudium abgeschlossen. Im Zentrum ihrer Arbeit liegen Räume und Strukturen, die sie mit verschiedenen Techniken (Malerei, Druckgrafik, Objekt, Foto, Kurzfilm) untersucht. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit Mustern, die unser Leben prägen: Sprachmustern, Verhaltensmustern und Gedankenmustern. Deren Entstehung und Funktionsweise untersucht sie in unterschiedlichen Zusammenhängen. Für ihre Präsentation in Lübz bilden über 100 entstandene Aquarelle den Ausgangspunkt. In ihnen verdichtet sich ihr Interesse an den verborgenen Strukturen des Alltags zu einer vielschichtigen seriellen Bildsprache.
Ausgestellte Werke
Jacek Karlowicz
Installation, recycelte Materialien,
Holz, Metall, Wasser
In Polen aufgewachsen, lebt und arbeitet seit 1992 in Norwegen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Skulptur, Objekt und Installation. Häufig verwendet er recycelte Materialien wie Holz, Stroh, Hanf und Metall, die Spuren von Zeit, Gebrauch und Erinnerung in sich tragen. So untersucht er Themen wie Vergänglichkeit, Transformation und die Grenze zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten.
Ausgestellte Werke
Ellen Rishovd-Karlowicz
Malerei auf recycelten Stoffen
Lebt heute in Norwegen, nach einem längeren Aufenthalt in Polen. Sie arbeitet mit Malerei und Pastellzeichnung. In ihren Werken erforscht sie das Zusammenspiel von Farbklängen. Ihre Bilder scheinen zu atmen: Sie treten an die Betrachtenden heran und entziehen sich ihnen im nächsten Moment wieder. Zunehmend experimentiert sie mit gebrauchten Textilien wie z.B. Bettlaken, die sie bemalt und mit denen sie Räume verändert.
Ausgestellte Werke
Alja Piry
Zeichnung, Text, Interventionen vor Ort
In Slowenien aufgewachsen, lebt derzeit in Österreich. Sie entwickelt Künstlerbücher, Textzeichnungen und Videoessays, in denen sie die Potenziale und Grenzen des geschriebenen Wortes in mehrsprachigen Räumen untersucht. Partizipative Projekte und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gemeinschaften sind dabei ein wesentlicher Bestandteil ihres künstlerischen Prozesses. In ihrer jüngsten Werkreihe widmet sich Piry den Begriffen existenzieller Widerspruch, Unentwirrbarkeit und Lebendigkeit, indem sie den Blick auf spontane Vegetation in urbanen Landschaften richtet. In Lübz wird ihre Arbeit in situ, also vor Ort, entstehen.
Ausgestellte Werke
Edith Spira
Malerei, Foto, Zeichnung
In Österreich aufgewachsen, lebt in Norwegen. Unter dem Arbeitstitel „Fragmente der Erinnerung“ zeigt sie mehrere Facetten ihrer künstlerischen Praxis. Zu ihrem Beitrag schreibt sie:
„Für die Ausstellung in Lübz plane ich, mehrere Facetten meiner künstlerischen Praxis zu präsentieren. Das Projekt vereint Malerei, Zeichnung und Fotografie, die sich jeweils der Erinnerung als etwas Instabilem, Geschichtetem und für Neuinterpretationen Offenem nähern. Ich lade die Betrachter:innen dazu ein, sich mit der Unsicherheit des Erinnerns auseinanderzusetzen und Mehrdeutigkeit nicht als Mangel zu verstehen, sondern als produktiven Raum – einen Raum, in dem neue Bedeutungen entstehen können. In meinen Gemälden und Zeichnungen dienen mir häufig Erinnerungen an Landschaften und Musik als Ausgangspunkt. Diese Eindrücke werden nicht wörtlich übersetzt, sondern durch Zeit und Wahrnehmung gefiltert, wodurch Bilder entstehen, die zwischen Andeutung und Auflösung oszillieren. Die fotografischen Arbeiten konzentrieren sich auf Fragmente alter Wände in europäischen Städten. Was zunächst wie eine einfache Oberfläche erscheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als ein komplexes Reservoir von Zeit. Risse, abblätternde Schichten und sich überlagernde Spuren von Farbe und Material werden zu Zeichen von Nutzung, Verfall und Erneuerung – stille Zeugnisse der Geschichte.“
Ausgestellte Werke
Anke Zürn
Grafik, Untersuchung von Rohstoffen
zur Herstellung von Malmitteln
In Deutschland aufgewachsen, lebt in der Schweiz. Neben ihrer künstlerischen Ausbildung hat sie auch eine Ausbildung als Chemikerin absolviert. Über ihre Arbeit schreibt sie: „Mit meinen Arbeiten der letzten Jahre untersuche ich Materialien, deren Geschichten und mögliche Bedeutungen in unterschiedlichen Kontexten. Ich beziehe mich auf historische und traditionelle Werkstoffe und reflektiere nachwachsende Rohstoffe, vor allem im Hinblick auf die Produktion von Malmitteln wie Tuschen, Tinten und Farblacken aus (lokalen) pflanzlichen Rohstoffen. Neben den Materialien und deren Eigenschaften interessieren mich insbesondere auch visuelle respektive haptische Arbeits- und Forschungsprozesse. Mich beschäftigen Themen wie emotionale Werte, Rohstoffe und deren Vorkommen, Rohstoffverknappung und, damit zusammenhängend, der Gebrauch der Werkstoffe in Kunst und Design. Mit meiner künstlerischen Arbeit untersuche ich stets auch Forschungsprozesse und deren Vermittelbarkeit. Manchmal male ich auch „einfach nur“, gehe auf Orte, Räume und deren Kontext ein und tauche tief in ein Thema ab.“
Ausgestellte Werke
Kunst & Kultur fördern
„Kommen Sie zur kommunikativen Vernissage oder zu den Öffnungszeiten, um die Werke in Ruhe zu betrachten. Helfen Sie mit Ihrer Präsenz, Ihrer aktiven Beteiligung, einer großen oder kleinen Spende“:
Per Banküberweisung
Einfach mit deiner Banking-App scannen
IBAN
DE72 1405 2000 1711 5760 90Empfänger
Circular Art Society e.V.
Verwendungszweck
Treffpunkt Kunsthaus Lübz
PayPal
Nachricht „Treffpunkt Kunsthaus Lübz“
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie:
- kulturelle Begegnungen im ländlichen Raum,
- internationale Kunst nach Lübz zu bringen
(Reisekosten, Ausstellungshonorare, Versicherung)
- ehrenamtliches Engagement zu stärken und
- zu zeigen, dass außergewöhnliche Kulturprojekte
auch fernab der großen Städte entstehen können.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Teil dieses Projekts werden.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Nadja Schmalenberg und Claudia Maria Ammann
für das Kunsthaus Lübz




